Man könnte unser Verhältnis glatt als klassische On-Off-Beziehung bezeichnen und es wäre nicht gelogen. Mit Anfang 20 ging es während des Studiums mit uns beiden los: 2007 die erste gemeinsame Wohnung in der Bornstraße. Nach 1,5 Jahren dann die erste Beziehungspause, ein paar interkulturelle Erfahrungen im Auslandssemester in Schweden sammeln. Im Steffensweg in Walle haben wir uns dann anschließend wiedergefunden, nach einem Jahr war aber wieder Pause angesagt – die Hauptstadt hat gerufen. Aber schon damals scheinen wir beide gewusst zu haben: Irgendwie sind wir füreinander bestimmt. Dreimal ist schließlich Bremer Recht und somit ging es nach wenigen Monaten in Berlin zurück zu dir und ab in die Nürnberger Straße in Findorff. Zwei Jahre hat es diesmal immerhin gehalten.

Und Spaß haben wir gehabt in all den Jahren: Happy Hour in der Capri Bar, Kickern und Jukebox-Musik im Haltepunkt, gerne auch mal eine Runde ins Hegarty’s, anschließend in die Eule oder in den Tower. Und irgendwo dazwischen immer einen 1€-Hot Dog an der Sielwallkreuzung. Ein Feierabendbier an der Schlachte oder sonnige Nachmittage am Osterdeich. Glühwein und Batzen auf dem Schlachte-Zauber. Du hattest schon immer alles zu bieten.

Doch für meine wirklich wahre Liebe ging es 2012 nach Hamburg (keine Angst, nicht der HSV). Den Kontakt haben wir seitdem zum Glück immer aufrecht gehalten, wenn es oft auch nur alle zwei Wochen auf 1-2 Bier im Weserstadion hinausläuft. Unser Programm ist dabei leider immer recht straff – meistens komme ich samstags gegen 13:30 Uhr bei dir an (Verspätung des Metronoms aus Hamburg nicht einberechnet), gegen 18:30 Uhr geht es dann oft auch schon wieder zurück nach Hamburg. Im besten Fall und leider viel zu selten mit drei Punkten im Gepäck, immer aber mit guter Laune, da wir uns zumindest sporadisch wiedersehen konnten.

Und Hamburg ist ja auch echt schön, nur hat es einen Haken: Es ist eben nicht Bremen. Wie es sich für eine gute On-Off-Beziehung gehört, haben wir uns also wieder einmal zusammengerauft. Ab Februar geht es wieder in die geliebte Hansestadt – diesmal vielleicht dann ja für immer?

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Bastian Bullwinkel (30), aufgewachsen in der niedersächsischen Idylle, hat mit kurzen Unterbrechungen von 2007 bis 2012 in Bremen gelebt. Nach einem 3,5-jährigen Intermezzo in Hamburg, zieht es ihn im Februar wieder in die schönste Stadt der Welt.