Ein bisschen ist es ja so, als würde man einen Koch mit einem Ausflug ins Restaurant überraschen. Oder einen Automechaniker mit einem Tag der offenen Werkstatt. Ich habe mich dennoch getraut: Ich bin mit meiner besten Freundin, die Tierärztin für Rinder ist und deren Arbeitsplatz damit der Kuhstall, rausgeradelt zum Hof Kaemana.

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Bevor Ihr jetzt stöhnt „Ohhh Sandra, wie einfallslos ist das denn?“, müsst Ihr Folgendes wissen: Julia ist keine Bremerin, Julia lebt nicht mal mehr in Deutschland und Julia war bislang auch noch nicht im Blockland. Außerdem gehört sie zu den Menschen, die ihren Job so sehr lieben, dass sie selbst in der Freizeit jeden Bauernhof neugierig unter die Lupe nimmt und den zugehörigen Rindern dann noch liebevoll den Futterberg zurechtrückt.

Dementsprechend gut gefiel ihr das Vorhaben auch und wir rollten erst entlang des Deiches, ließen uns dann traditionell das Eis von Kaemena schmecken und stiefelten dann in Richtung des neuen Kuhstalls. Und dort sah ich dann ein Schild, das ich aus dem vergangenen Sommer noch nicht kannte. Korrigiert mich, aber das ist neu, oder?

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Milch zum Selberzapfen! Hach!

Sofort kommen mir da Bilder in den Kopf. Bilder von silberne verbeulte Milchkannen, von Emaille, von Mädchen mit geflochtenen Zöpfen, die stolz frische Milch nach Haus tragen.

Okay. Realitätscheck! Julia und ich können weder mit einer Flechtfrisur noch sonst mit Equipment aus Heimatfilmen dienen. Aber der Hof Kaemena ist auf Zack und bietet dunkle 1 Liter-Pfandflaschen für uns Städter, mit denen es möglich ist, in spontanen Milchkaufrausch zu verfallen. Mit der geht´s dann ab zum Milchautomaten.

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Erster Schritt: Einen Euro einwerfen. „Ganz schon preiswert“, kommentiert Julia. Vor allem, so lerne ich von der Expertin, bleibt dem Milchbauern von diesem Euro recht viel übrig. Ein Liter im Supermarkt verkaufte Milch bringt ihm vielleicht rund 30 Cent. Aha! Mit diesem Euro kauft man also nicht nur frische Milch und einen Hauch von Nostalgie, sondern tut dem Hof auch noch was Gutes. Sehr schön!LOVEBREMEN-Blog-Magazin-Milch-kaufen-Blockland4

Zweiter Schritt: Wählen, ob es Rohmilch oder pasteurisierte Milch sein soll. Danach so lange auf Start drücken, bis die Flasche gefüllt ist.
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3. Schritt: Sich ein klein bißchen heldenhaft darüber freuen, dass man selbst Milch gezapft hat. Ja, als Städterin ist manoft schnell zu begeistern.LOVEBREMEN-Blog-Magazin-Milch-kaufen-Blockland9

4. Schritt: Die Expertin probieren lassen.LOVEBREMEN-Blog-Magazin-Milch-kaufen-Blockland11Schmeckte. Uns beiden. Vor Ort und später im Müsli.

Also, wenn Euch das nächste Mal die Milch ausgeht und Ihr ohnehin Lust auf eine Radtour ins Grüne habt, dann wisst Ihr jetzt, wo es hingehen sollte. Wie schön es im Blockland ist, hat Arne Euch ja jüngst in einem Beitrag gezeigt.

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