Wann habt Ihr das letzte Mal Schluss gemacht? Fiel Euch das leicht oder gehört Ihr auch eher zu dem Typ Mensch, der lange mit sich hadert, ob eine Beziehung nicht doch noch wiederzubeleben ist? Und kennt Ihr vielleicht die Situation, dass Liebe allein nicht ausreicht, um eine gemeinsame Zukunft zu haben? Schluss machen ist immer schwer. Besonders schwer aber, wenn die Trennung auch andere unglücklich macht.

Liebe Leute, die Ihr Leser geworden seid: Die Redaktion von LOVEBREMEN macht Schluss mit diesem Online-Magazin!

Ihr habt sicher gemerkt, dass es hier die vergangenen Wochen sehr ruhig geworden ist. Weil wir keine Ideen mehr haben? Weil uns Themen fehlen? Weil wir uns zerstritten haben und niemand mehr Bock auf den anderen hat? Nee, ganz im Gegenteil! Aber genau das ist das Dilemma: Wir sehen Tag für Tag das Potenzial eines Storytelling-Magazins, in dem das Stadtgeschehen Bremens mit hoher Qualität in Text und Bild eingefangen wird – und können es nicht nutzen. Es gäbe beispielsweise so viel, was wir in den Sozialen Medien umsetzen möchten. Es gibt Konzepte für Video-Formate, Ideen für Offline-Kampagnen, Leidenschaft für ungewöhnliche Beiträge, Wünsche für ein besseres Layout und und und.

Was es jedoch nicht gibt, ist Zeit für all das.

Fast alle von uns sind selbständig und zum Glück mit viel bezahlter Arbeit ausgelastet. Mehr für LOVEBREMEN zu machen würde bedeuten, Aufträge sausen zu lassen. In dieser Zeit nichts zu verdienen, denn unsere Arbeit für LOVEBREMEN war immer ehrenamtlich. Dann gibt es da ja noch das Leben neben der Arbeit: In den vergangenen zwei Jahren wurden bei uns Umzüge gewuppt, Trennungen verarbeitet, Auslandaufenthalte absolviert, Babys geboren, freie Projekte realisiert und Jobs gewechselt.

Ohne Geld ist ein Projekt wie LOVEBREMEN nicht zu stemmen – jedenfalls nicht in der Form, wie wir es für professionell und vor allem unterhaltsam halten. Wir haben natürlich überlegt, wo dieses Geld herkommen könnte, Möglichkeiten ausgelotet. Einiges kam für uns nicht in Frage, anderes konnten wir nicht konsequent weiterverfolgen. Das Zeitproblem. Teufelskreis.

Doch wir feiern, was wir geschafft haben.

Aber: wir trennen uns im Guten. Wir sind stolz darauf, was wir zwei Jahre lang ohne finanzielle Unterstützung auf die Reihe bekommen haben. Wir haben Bremen eine Zeit lang so im Netz gezeigt, wie wir es lieben: voll von spannenden Menschen, voll von engagierten Projekten, voll von geilen Orten, voll von kuriosen Aktivitäten. Bremen hat zwar keine Kohle, aber Lebensqualität. Punkt.

Last but not least möchten wir uns bei Euch bedanken! Danke für Eure Klicks und Likes. Danke für Eure zahlreiche Kommentare, Themenvorschläge und motivierenden Worte. Danke, dass Ihr mit uns bei Instagram getechtelmechtelt habt. Danke, dass Ihr die Türen zu Euren Bremer Buden geöffnet habt. Danke, dass Ihr unsere Adventskalender gefüllt habt. Danke, dass Ihr uns Eure Sicht auf Bremen gezeigt habt und wir darüber schreiben konnten. Danke, dass Ihr mit uns Konzerte habt entstehen lassen, dass Ihr mit uns Eröffnung gefeiert habt und dass Euch unser Bier geschmeckt hat. Wir werden das alles, werden Euch schwer vermissen.

Ihr Bremenlover, es war toll, für Euch zu schreiben.