Happy was? Happy Kallentinstag? Ja, ihr habt richtig gelesen. Was im Rest der Welt als Valentinstag zelebriert wird, trägt in Bremen einen anderen Namen. Denn Kalle liebt sein Zuhause Bremen. Und deshalb machte die Co-Werkstatt, in persona Saskia Behrens, in diesem Jahr Bremen und seine Bewohner_innen eine dicke fette Liebeserklärung. Nach drei Jahren kreativwirtschaften in Bremen hat Saskia die rosarote Brille also nicht abgenommen, sondern ist noch verliebter als am ersten Tag. Beziehungsstatus: fest verbandelt.

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Für ihre Aktion hat sich Saskia 2015 jemanden mit an Bord geholt:Bine. Die beiden haben ganz viel Liebe in eine Überraschung gesteckt.

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Na, hat jemand von Euch diese Überraschung ergattert? So sah sie aus:

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Diesen Umschlag hatten wir in der Nacht vom 13, auf den 14. Februar 800-fach in der Bremer Innenstadt verteilt: zwischen Brill und St.Jürgen-Straße, an Schaufenstern und am Roland, an Türklinken und Fahrrädern. Er sah schon von außen phantastisch aus, nicht wahr? Wer glaubt, dass die Umschläge aus irgendeinem schönen Papeterie-Laden stammen, der kennt Saskia und Bine nicht. Die Umschläge sind von Bine illustriert und wurden bei Kalle vor dem Kallentinstag von vielen fleißigen Freundeshänden (klar, meine auch) gefaltet und gefüllt.

Das, was drinnen ist, ist aber der eigentliche Clou: Zwei von Bine entworfene, handgesiebdruckte, bis ins letzte Detail mit Liebe gestaltete Karten. Ein Motiv für die Liebe, eins für Bremen.

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Alle Karten und Umschläge wurden außerdem mit einem BarCode beklebt. Der führt auf die Website, die den Entstehungsprozess der wunderschönen Liebeserklärung an Bremen zeigt.

Bitte klicken: An die Stadt & an die Liebe

 So, und jetzt mal ganz ehrlich: Wann habt Ihr zuletzt solch eine handgemachte Guerilla-Aktion in Bremen erlebt? Vielleicht bin ich an den falschen Orten unterwegs oder sollte mehr nachts, wenn Verrücktes passiert, durch die Stadt streifen, aber ICH sehe wenige solcher Überraschungen. Habe sogar das Gefühl, dass Stadtmenschen ganz schwer damit umgehen könne, dass ihnen einfach so etwas Schönes passiert. Auch ich reagiere erst einmal skeptisch, wenn mir jemand auf der Straße etwas in die Hand drückt. Will da jemand Spenden haben? Mir einen Vertrag aufschwatzen? Werbematerial loswerden? Fast immer ist das der Fall und daher wende auch ich erst einmal den Blick ab, wenn jemand Unbekanntes auf mich zusteuert.

Die kleinen Umschläge haben wir nicht persönlich verteilt, sondern die Stadt damit geschmückt. Währenddessen konnte ich viele Menschen dabei beobachten, wie sie ungläubig und scheu unsere Aktion beobachteten. Und sich nicht trauten, uns zu fragen, was wir da mache. Geschweige denn, einen Umschlag wieder loszubinden. Interessant, oder?  Ich rufe daher zu mehr selbstlosen Gaben im Stadtbild auf – damit wir uns wieder dran gewöhnen! Und wer so was macht, wird ja ohnehin belohnt: Mit geselligen Abenden zur Vorbereitung! Deal? Deal!

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