Essen muss jeder, Lebensmittel kauft jeder – und leider schmeißt auch jeder mal etwas weg. Weil es abgelaufen ist oder weil man es doch nicht gegessen hat. Gründe gibt es viele. Und mindestens genauso viele, dieses Wegschmeißen zu vermeiden.

Dieses Thema beschäftigt mich persönlich seit Längerem. Seit vorletzter Woche noch mehr – denn wenn man in einem All-Inclusive-Hotel verweilt und Leute beobachtet, wie sie sich am Buffet verhalten, kommt man nicht umher sich zu fragen „Wieso machen die sowas?“. Da werden vier Teller auf einmal mit an den Tisch gebracht, alle vollgepackt, am Ende wird alles angebissen, aber nichts aufgegessen. Und die Reste? Die landen in der Tonne.

Gestern bin ich in einer Zeitschrift auf einen interessanten Artikel gestoßen. In ihm heißt es „ein Berliner Start-Up will die Lebensmittelverschwendung in Restaurants eindämmen und hat dafür die App Mealsaver entwickelt – was in Restaurants übrig bleibt, wird dort potenziellen Kunden angeboten. Jedes Gericht kostet zwischen einem und vier Euro. In Berlin sind bereits 150 Gastronomen dabei. In Hamburg soll die Zahl bald auf 30 steigen. 120.000 Nutzer hätten sich die App bereits heruntergeladen. Mealsaver selbst erhält pro Portion einen Euro“. Und was ist mit Bremen? Ich frage mich: Kann sich so etwas hier auch etablieren?

Ich selbst besaß die App „Too good to go„, die Lebensmittelverschwendung verhindern soll. Ein einziges Bremer Restaurant machte dort mit – leider hat mich dies nicht so sehr angesprochen. Immer öfter lese ich davon, dass man ja „Foodsharing“ betreiben könne – was ein anderer nicht mehr essen mag/kann, können sich dann andere abholen. Wäre es nicht toll, wenn sich solche Ansätze auch in Bremen spürbar durchsetzen würden?

Artikelserie zum Thema „Lebensmittelverschwendung vermeiden“

Als ersten Schritt für mehr Inspiration möchte ich in nächster Zeit hier auf LOVEBREMEN der Frage nachgehen, welche Formate, Angebote, Apps oder StartUps es an der Weser schon gibt, was in Planung ist und wie sich andere Menschen über Lebensmittelverschwendung Gedanken machen.

Ein paar Stimmen von Bremer Gastronomen und Köchen wird es ebenfalls zu dem Thema geben.

Anregungen, Wünsche, Fragen dazu? Gerne her damit. Vielleicht habt Ihr ja auch selbst etwas zu diesem Thema zu sagen? Dann schreibt es in den Kommentar oder per Mail an moin@lovebremen.de. Ich freu mich auf einen Austausch mit Euch!