Das Herz lacht, die Leber seufzt. Keuchend schleppst du dich das Treppenhaus hoch und suchst mit glasigen Augen das Namensschild deiner Wohnung. Während bunte Bilder von erhobenen Gläsern und tanzenden Menschen durch deinen Kopf wandern, fischst du den Schlüssel aus deiner Hosentasche und suchst tapfer das Schlüsselloch in deiner Haustür. Ein Hauch von Hemelinger weht aus deiner Mundhöhle – du hickst – vermengt mit einer Idee von drei Caipirinhas, umwoben mit einer Prise Zuviel von Allem. Du bist nun, im dritten Stock deines Treppenhauses, aufgestiegen in die Welt von Rausch und Suff. Du hast es geschafft. Doch wie geht es weiter? Du blickst vom Treppengeländer herunter, ganz schön hoch. So tief willst du nicht fallen, höchstens sinken, und selbst das so weich wie möglich. Der Suff hat dich weit gebracht, doch nun willst du ihn besiegen, beschließt du taumelnd. Doch wie besiegt man das Monster von Kater am Morgen danach? Wir haben für euch ein paar Tipps parat, damit ihr die Breminale bunt und betrunken besteht – ohne zu tief zu sinken.

1: Trinken.

Die Essenz einer jeden Party kann einfach ausgeweitet werden: Statt dass man mit beiden Händen gierig nach leckerem Bier, Wein oder Schnaps greift, einfach mal ein Glas Wasser in die andere Hand nehmen. Und trinken. Am besten ganz viel. Jeder Tropfen Alkohol raubt deinem Körper einen Tropfen Wasser. Und über jeden Tropfen schmucklosen Wassers am Abend freut sich dein Kopf am nächsten Morgen.

2: Das Richtige Trinken: Arnes Anti-Kater-Cocktail.

Es muss nicht immer das russische Glück aus dem günstigen Discounter von nebenan sein, ja selbst bewährtes Bier hat seine Tücken – nachhaltig Mineralstoffe gibt darin nämlich nicht. Deswegen: Neue Wege gehen! Zum Beispiel mit Arnes Anti-Kater-Cocktail á la Mexikaner. Man nehme und mixe:

  • Ein Glas Tomatensaft
  • Ein Spritzer Zitronensaft
  • Pfeffer und Salz
  • Tabasco, je nach Kondition

Der Cocktail befeuert nicht nur deinen Gaumen, sondern sorgt für wichtige Mineralstoffe und gute Laune. Zumindest am Morgen danach.

3: Das Richtige Essen: Salzig und Fischig

Salzstangen zwischendurch sind ein Klassiker, nicht nur auf Kindergeburtstagen. Auch unter erwachsenen Bremern und ihrer Leber erfreuen sich salzige Snacks hoher Beliebtheit. Schließlich liefern Salzstangen und Co wichtige Elektrolyte gegen eklige Abbauprodukte von Alkohol. Nicht ganz so gesellschaftsfähig, aber tausendfach bewährt: Das gute, alte Fischbrötchen. Lecker, glitschig, rohe Zwiebeln – zu finden in verschiedensten Fischgeschäften oder Imbissen. Mein persönlicher Tipp: Der Knurrhahn am Schüsselkorb. Egal ob Matjes, Bismarckhering oder andere Meereswesen: In Sachen Mineralstoffen bringt dir kaum etwas so schlicht (und lecker) Lebensgeister zurück. Nicht immer geeignet für das erste Date.

4: Freigeist gegen Suffkopf

Ein junges Start-Up aus Bremen hat eine Limonade entwickelt, die ihrem Namen alle Ehre macht: Eine Flasche Freigeist schafft freien Geist für den Freigeist. Die Kombination aus Kaktusfeige und isotonischen Nährstoffen wie Vitaminen, Mineralien und Elektrolyten schafft Klarheit im trüben Morgen danach, indem es dir genau das zuführt, was dein Körper vermisst. Gibt es an verschieden Kiosken, auch während nächtlicher Streifzüge zu finden. Und nebenbei fruchtig-erfrischend.

5. Nächtliche Essattacken für Kopf und Magen

Wenn du verloren durch die Neonschluchten unserer Hansestadt irrst, zufällig nicht ganz bourgeois ein Fischbrötchen mit Zwiebeln aus der Tasche kramst oder eine Flasche Freigeist, dann: Iss. Irgendwas. Ein Hotdog an der Sielwallkreuzung für den Preisbewussten, für alle Anderen beliebig anderes nächtliches Streetfood. Alles, was tagsüber ungesund wirkt (und ist), kann uns in der Nacht mit all seinen Elektolyten und Fettsäuren vor der Gefahr eines schrecklichen Katers bewahren. Mein persönlicher Tipp: Eine Pizza bei Torno an der Sielwallkreuzung.

6. Vitamin C und Magnesium

Vor der Eskapade auf der Breminale frisches Obst samt Vitamin C. Dazu eine Magnesiumtablette, aufgelöst in einem Glas Wasser. Magnesium sorgt für eine reibungslose Muskelfunktion und hilft gegen Kater in deinen leergetanzten Muskeln. Selbst wenn du am Abend als Öko-Yuppie abgestempelt wirst, deine körperliche Überlegenheit über den Kater am Morgen zahlt das vielfach zurück.

7. Ein warmer Becher, dein Kater und du.

Ein Becher Kaffee oder Tee schafft am Morgen den perfekten Übergang zurück ins nüchterne Leben – am besten mit Zucker. Neben Mineralstoffen und Energie bringt dir schwarzer Tee den Stoff Teein ins Blut, der dich sanft belebt.

8. Keinen Alkohol trinken.

Legen wir den Vorhang des Suffs über diesen Hinweis. Gut ist er trotzdem – vielleicht der Beste. Aber pssst.

Ihr seht: Euer Treppenhaus mag hoch sein. Und ihr könnt tief sinken. Aber unsere Tipps gegen den Kater helfen euch dabei, nicht zu tief in den Suff zu sinken. Und falls doch: Ihr fallt weich. Schließlich ist Breminale nur einmal im Jahr. Prost!

Titelbild: Max Hartmann Photo