Alles ist im Eimer. Der letzte Tag der diesjährigen Breminale ist fast vorbei. Eine gewisse Leere breitet sich in der Magengegend aus. Soll es das schon gewesen sein? Ist der Sommer nun etwa schon wieder vorbei? Erste Panikattacken ergreifen mich im inneren Hinblick auf erste kalte Herbsttage…brrr.

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Gemischte Gefühle am letzten Tag der Breminale.

Das Wetter passt an diesem Tag dazu. Es ist wechselhaft regnerisch, die Temperaturen und der Wind in den Bäumen erinnern mich an die letzten Atemzüge eines Spätsommers. Braungebrannte, müde Gesichter sitzen neben den Verkaufsständen. Der aufgeweichte, braun-matschige Boden des Osterdeichs passt an diesem Tag zur allgemeinen Stimmung.

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Müde, aber glücklich.

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Ein Glück hatte ich mich für die alten Schuhe entschieden.

Und dann der wehmütige Blick zurück auf fünf Tage fulminanter Fressorgien und süffig-gutes Bier im freien mit guten Freunden und solchen, die es werden sollten. Fünf Tage, in denen der Osterdeich vor guter Stimmung nur so brannte. Tolle Acts auf allen Bühnen und dazwischen Zeit, für gute Gespräche. Natürlich ab und an eine peinliche, aber saugute Tanzeinlage in einer der Zeltsaunen und danach ein kühles Getränk zum Cooldown mit heiserer Stimme.

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Mauschelige Stimmung in einem der Festzelte.

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Die Fähre zwischen Café Sand und Osterdeich.

Den Vormittag vor dem Breminale-Besuch verbrachte ich im Café Sand: Chillen und sonnen am Sandstrand und danach artig auf die Fähre, um zur anderen Flussseite überzusetzen. Dort wo die bunten Lichter und der Sonnenuntergang mich lockten. Ungefähr so, wie Jonas es in seinem Timelapse-Video schon so schön festhielt.

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Massenhaft gutes Essen verführte zum schlemmen.

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Ja, moin.

Ein Kosmos von kulinarischen Genüssen aus allen Gefilden: herzhaft, süß, pikant, triefend vor Fett, von der Weide, aus dem Meer oder aus dem Beet – in jedem Fall verführerisch duftend und angepriesen. Die Breminale verlockte tausende ihrer Jünger zu ausschweifenden, lukullischen Orgien. Zwischen Bretterbuden und Zelten konnte man mampfend stets Neues entdecken.

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DreiMeterBretter im Hintergrund.

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Bummeln über die Breminale.

Gut gesättigt und gelaunt konnte vor und nach Einbruch der Dunkelheit der ganz persönliche Sommernachtstraum erlebt werden. Je nach Gusto – etwas alternativer an der Kunsthalle hinter der Altmannshöhe oder den Klassiker zwischen den Zelten am Osterdeich. Der ein oder andere hat sich bestimmt schon vorher zum „aufwärmen“ mit Freunden an den Deich gesetzt. Gemäß dem Fall, dass man Tobis Tipps befolgt hat…

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Südseefeeling am Deich.

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Breminale as its best.

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Girlanden hinter der Altmannshöhe.

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Traumwelten in den Wallanlagen.

Nach ausgiebiger Feierei gingen bei dem ein oder anderen die Lichter schon früher, auf der Breminale allerdings spätestens doch um die Mitternachtszeit aus. Für Viele war das Fest dann doch noch lange nicht zuende: Gut gelaunt saß man weiter lachend am Deich, amüsierte sich auf der MS Treue oder verzog sich nach und nach in Richtung Viertel. Ich persönlich habe es weder auf die Treue noch so richtig tief ins Viertel geschafft. Im Halber Mond blieb ich direkt am Deich stets hängen, um noch genüsslich ein Newcastle vom Fass zu trinken. Das junge Team hinter der Theke hat seit Kurzen das Kommando in dem Pub übernommen und überzeugt durch Musikgeschmack und Qualität im Service und der Getränkekarte. Ein frischer und echter Geheimtipp, nicht nur zur Breminale.

Am Ende der Nacht ging dann das Licht endgültig aus und für manche Nachtgewächse die Sonne schon wieder auf. Und so konnte man sich nach ein paar Stunden Schlaf auf das nächste Abenteuer im Getümmel der Breminale freuen. Auf diesem Wege ein dickes Danke an alle fleißigen Helfer und Organisatoren, die die Breminale auch in diesem Jahr weltbest und unvergesslich gemacht haben. Ich freu mich schon aufs nächste Mal!

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Lampen an, Lampen aus auf der Breminale.

P.S.: An alle, die jetzt Angst bekommen haben: Der SOMMER ist noch lange nicht vorbei! Da kommen noch jede Menge lauschige Momente am Deich und in den Cafés. Als nächsten Termin könnt Ihr Euch übrigens das Wat En Schlick-Fest in Dangast Ende Juli eintragen. Feinste Acts und Schlickpackung inklusive – Übrigens organisiert von nem feinen Bremer Jung.