Die Breminale steht vor der Tür: Vom 13.–17. Juli feiert ganz Bremen ausgelassen am Osterdeich. Jedes Jahr erleben wir unvergessliche Momente und wunderbare Acts auf den Bühnen. Doch wer steckt eigentlich hinter dem ganzen Trubel? Arne hatte die Gelegenheit, vorab mit Organisator Max Maurer zu sprechen.

Max, du bist ja beruflich vielseitig unterwegs: Du übernimmst mit Deiner Firma die Organisation der Breminale und arbeitest auch für die Messe. Zudem betreibst Du das °Charlotte Gainsbourgh. Was machst Du eigentlich sonst noch alles?

Ja, ich mache tatsächlich sehr viel. Das hat zwei Gründe: Ich arbeite sehr gerne, bewege gerne spannende Projekte oder Aufgaben und auf der anderen Seite bringt mich die Breminale in diese Verlegenheit. Mit der Breminale allein kann ich nicht meine Miete zahlen und muss daher noch einiges mehr machen… :) 

Neben der Veranstaltungsagentur Sternkultur und der Bar unterstütze ich noch die Messe Bremen bei der Organisation der Bremen Classic Motorshow, betreibe den IT-Service Escape für Schulungen und Netzwerklösungen und vermiete einen Mustang Oldtimer für Hochzeiten oder andere Gelegenheiten.

Reicht Dir das schon? Und wenn nicht, was steht als Nächstes an?

Ja, das reicht, aber ich hab noch viele andere Ideen und Träume, die verrate ich aber noch nicht…

Bleibt bei dem Arbeitspensum eigentlich noch Zeit für Hobbies?

Nee, gerade nicht so richtig, ich habe gerade schweren Herzens meinen Schlagzeug-Unterricht gekündigt, weil ich schon fast 3 Monate keine Zeit hatte hin zu gehen.

Vom 13.–17. Juli lässt Du mit Deinem Team am Deich ja erneut eine Riesensause stattfinden. Freust Du Dich schon wieder drauf?

Oh, ja! Ich liebe die Breminale. Diese fantastischen fünf Tage zaubern so viel Magie auf den Deich und bringen so viele glückliche Gesichter. Einfach traumhaft, auch wenn ich in der Zeit viel zu klären und organisieren habe und dadurch kaum Konzerte mitbekomme.

Wie sieht dein Alltag vor, während und nach der Veranstaltung aus? Machst Du danach erstmal Urlaub?

Kurz vor der Veranstaltung ist natürlich noch sehr viel zu klären und abzusprechen. Daher bin ich jeden Tag von früh bis spät im Büro. Ab dem 08.07. ziehe ich dann auf den Deich um und wir bauen fünf Tage lang die Breminale auf. Dann bin ich wirklich nur noch zum Duschen und Schlafen zu Hause, auch meine gesamten Mahlzeiten nehme ich dann auf dem Deich ein. Gleiches während den fünf Breminale-Tagen und dann wieder für die beiden Abbautage. Am Mittwoch nach der Breminale habe ich dann frei und abends feiern wir mit der Crew eine kleine interne Party. Zumindest alle, die dann noch können.

Als Urlaub fahre ich danach gleich zu einem sehr schönen Festival: Watt En Schlick. Das organisiert ein Freund von mir und ich helfe dort beim Aufbau, der Durchführung und beim Abbau. Ist verrückt, macht aber total viel Spaß. Im Oktober fliege ich dann tatsächlich für eine Woche in den regulären Urlaub.

Ist während der Breminale an Schlaf zu denken, oder hast Du überhaupt Raum für Pausen?

Ja, ich schlafe auch während der Veranstaltung noch, aber nicht mehr so viel. Raum für Pausen gibt’s nicht so richtig, aber ich stehe dann eh unter Vollstrom, das ist ok.

Die Breminale wiederholt sich ja alljährlich? Kommt dabei wenigstens etwas Routine auf?

Ja, einiges wiederholt sich, vieles ist jedes Jahr neu. Es gilt immer wieder kreative Lösungen zu finden, da das Budget immer zu knapp ist.

Was ist Dir aus der Vergangenheit mit der Breminale besonders im Gedächtnis geblieben?

Ich freu mich immer über die begeisterten Gesichter. Besonders schön: Postkarten oder Mails die wir nach der Breminale von Bands oder Besuchern erhalten, auf denen sich bedankt wird. Mal im Ernst: Wie oft schreibt man nach einer Veranstaltung dem Veranstalter? Das macht doch eigentlich keiner und wenn, dann nur um sich zu beschweren. Das sind Momente, in denen wir uns wirklich sehr freuen.  

Worauf freust Du Dich persönlich in diesem Jahr? Hast Du einen Geheimtipp?

Ich freue mich besonders auf die Magie und den Flair am Deich und auf der Himmlischen Wiese. Die Gerüche, die Musik, die Zelte, das Musikprogramm, das Kinderprogramm und die vielen glücklichen Gesichter lassen mein Herz jedes Jahr hoch schlagen. Mein Geheimtipp: The Toten Crackhuren im Kofferraum auf der Flutbühne. Ein großartiger Haufen.

Was wünscht Du Dir und den Besuchern in diesem Jahr?

Leider aus aktuellem Anlass: Wünsch ich uns eine unwetterfreie Breminale.

Danke, Max, für das Interview.

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Fotos Breminale: ©Jonas Ginter