Bis zum 24. Dezember öffnen wir an unserem Adventskalender täglich ein Türchen, hinter dem Inspirationen für die Vorweihnachtszeit steckt. 24 Bremerinnen und Bremer verraten uns ihre Rituale. Heute mit Jule Rogalitzki.

Wo hast Du zuletzt in Bremen ein außergewöhnliches Weihnachtsgeschenk gefunden?

Naja, die meisten, die ich zu Weihnachten beschenken darf/muss haben dann doch eher normale Wünsche. Aber ich wenn ich mal etwas Spezielleres brauche, steuere ich meist die Jungs und Mädels von Stylesucks im Ostertorsteinweg an. Dort bin ich bis jetzt immer fündig geworden. Die haben echt schon ganz nette Motive, die man vor allem als Hanseat gut tragen kann und bis jetzt kamen diese Geschenke auch bei jedem Beschenktem immer gut an. Machste nix falsch mit.

Welche Weihnachtsfeier/ Adventsaktion der letzten Jahre hat Dir besonders Spaß gemacht?

Also das wird wohl die letzte Weihnachtsfeier gewesen sein. Gemeinsam mit dem Kollegen waren wir in einem relativ neuen Burgerladen im Viertel, wo es auch rockige Würste zu essen gibt. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so einen monster-leckeren Veggi-Burger gegessen. Die Atmosphäre in dem Laden hat super gestimmt und wir haben einen ganz tollen und spaßigen Abend dort verbringen dürfen.

Was darf bei Dir in der Bremer Weihnachtszeit als Ritual keinesfalls fehlen?

Auf gar keinen Fall darf das traditionelle Plätzchenbacken fehlen. Das habe ich als Kind schon immer gern gemacht. Meine Mama und ich standen dabei stundenlang in der Küche haben gebacken und die kleinen Leckereien verziert. Jetzt, wo ich „groß“ bin, backe ich in der Weihnachtszeit gern mit Freundinnen oder auch mal allein zur Entspannung. Die Plätzchenförmchen haben sich in ihrer äußeren Gestalt dabei über die Jahre allerdings etwas verändert. Da gibt es dann Totenkopfplätzen, Pac-Man und Star Wars-Plätzchen. Okay, ab und zu verirrt sich auch einmal Hello Kitty darunter. Und am besten ist natürlich dabei, nachher den übrig gebliebenen Plätzchenteig aus der Schüssel zu naschen.

Was kommt bei Dir Weihnachten auf den Tisch?

Da wir in der Familie auch ein Geburtstagskind an diesem Tag haben, startet die Fresserei beim Geburtstagskaffee mit reichlich leckeren Kuchen. Das Weihnachtsessen ist bei uns ganz traditionell. Es gibt Kartoffelsalat und Würstchen. Für mich gibt es das Würstchen in der veggi Variante oder einfach einen Löffel mehr Kartoffelsalat. Danach wird sich dann mit Sachen vom „Bunten Teller“ vollgestopft, bis nix mehr reingeht.

An welcher Ecke auf dem Bremer Weihnachtsmarkt finden wir Dich?

Naja, wenn ich so überlege, findet man mich wohl am ehesten am Glühweinstand direkt gegenüber der Bremer Bürgerschaft. Da gibt es den besten und leckersten Glühwein. Falls ich da nicht anzutreffen sein sollte, könnte man es auch noch beim Happy Sailor versuchen und schauen, ob ich dort irgendwo rumdüse. Eine Runde muss definitiv jedes Jahr drin sein. Wer mich dann immer noch nicht gefunden hat, geht dem Geruch frisch gebackener Brezeln einfach nach. Spätestens am Brezelstand hinter der Liebfrauenkirche, sollte man fündig geworden sein.

Wenn Du zum Schrott-Wichteln eingeladen wärest: Was würdest Du mitbringen?

Tja, das ist eine gute Frage! So konkret kann ich das gar nicht beantworten. Ich würde wohl in meinem Keller alte Kisten durchwühlen, in der Hoffnung irgendwas Schreckliches oder extrem Kitschiges zu finden. Einmal hatte ich beim Schrottwichteln eine mega gruselige Clownfigur aus Porzellan verschenkt. Gut kamen ein anderes Mal auch CDs aus Teenager-Tagen wie z. B. ein Album der Backstreet Boys oder eine alte Bravo Hits.

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Jule Rogalitzki ist studierte Medienwirtschaftlerin und zieht unter der Woche die Strippen in Sachen Marketing und Grafik für einen Fitnesstudio-Anbieter. Darüber hinaus hat sie das Herz am richtigen Fleck, liebt Minions & Einhörner und hat die Privatnummer ihres Tätowierers.