Die Breminale steht vor der Tür und wie jedes Jahr gibt es eine elegante Mischung aus bekannten Bands, Newcomer sowie Nischenbands. Dieses Jahr haben sich die Macher auch nicht Lumpen lassen: Laith Al-Deen, Jupiter Jones, Flo Mega, Flowin Immo, die Bremer Ska-Punk Legenden Mad Monks oder der Bremer Kneipenchor geben sich auf den Bühnen die Handtücher und Mikrofone in die Hand. Wer aber Abseits von Bekanntheit die Breminale musikalisch erkunden möchte, sollte sich diese acht Bands mal genauer ansehen.

 

Akua Naru (Hip Hop aus Deutschland)

Das Hip Hop nicht immer „auf-die-Fresse“ Musik ist, muss eigentlich nicht mehr groß erklärt werden. Die Kölnerin Akua Maru nimmt sich den großen Fragen des Lebens und der Musik an und verarbeitet dies in ihren Songs. Vor allem im Rahmen ihrer „Black Noise Tour“ setzt sie sich mit der kulturellen und sozialen Relevanz von Hip Hop in der Gesellschaft auseinander oder singt über die Rolle der Frau in eben dieser. Dabei nutzt sie keine düsteren und harten Klänge, sondern verarbeitet traditionelle afrikanische Rhythmen und Klänge. Nimmt sich einige Elemente aus Jazz, Blues und Soul und verwurstelt dies mit lässigen Beats und Vibes. Wenn sich dann noch die Stimme von Akua Naru über den Sound legt, ist der Geheimtipp in Perfektion vollendet.

Akua Naru im Web und auf Facebook.

Dein Konzert-Date:
Freitag, 15. Juli um 23:30 Uhr // Flut

 

Audio Stunts & Mahumba („Funky Jackin Ghetto House“ aus Deutschland)

Was passiert, wenn sich zwei Jungs am Autoscooter kennenlernen und feststellen, sie kommen beide aus einer Schaustellerfamilie? Richtig, sie gründen eine Band und rotzen dir auf Partys mit ihrem Sound Konfetti in jede noch so kleine Ritze. Das erklärt auch die Musikrichtung von Christoph und Stefan: „Funky Jackin Ghetto House“ – eine Mischung aus Cafe Del Mar, Ghetto-Azzlackzismus, treibenden Beats sowie ein bisschen Acid, Techno und 90’s. Das die zwei b0yz echte Breminale-Kenner und -Könner sind, haben sie bereits letztes Jahr bewiesen und die Dreimeterbretter zum dancen bewegt. Dieses Jahr wieder – hin da!

Audio Stunts & Mahumba im Web und auf Facebook.

Dein Konzert-Date:
Mittwoch, 13. Juli um 22:00 Uhr // Dreimeterbretter

 

Chima Ede (Hip Hop aus Deutschland)

OK – gewonnen. Ein Geheimtipp ist der Berliner Chima Ede nicht mehr, dafür war seine Debüt-EP „Lebenslust“ viel zu stark. Mit einem Schlag hat er sich einen Namen in der Szene gemacht und ihm wird seitdem eine grandiose Zukunft vorausgesagt. Das er das Zeug dazu hat, bewies er Anfang des Jahres, als seine neue EP „2023“ erschien. Die Mischung aus düsteren Bässen, pulsierenden Beats, treibenden Electro und Hands-Up Hip Hop unterstützt die Stimme von Chima Ede bis zum Limit und macht den Sound rund.

Chima Ede im Web und auf Facebook.

Dein Konzert-Date:
Freitag, 15. Juli um 22:30 Uhr // Tanzboden

 

Dare Deep (Singer-Songwriter/Hip Hop/Electro aus Deutschland)

Sie sind das letzte, was die Bremer Feiergemeinde auf der Dreimeterbretter-Bühne sehen werden: Dare Deep. Die Berliner-Crew mischt ihren Sound aus vielen verschieden Genres zu einem einheitlichen aber auch kuriosen Mix. Neben Singer-Songwriter Gitarre gibt es Gipsy-Polka, Hip Hop, elektronische Beats und etwas Pop. Doch anstatt Knoten in den Beinen bekommt man große Ohren: Diese Mischung funktioniert und ist der perfekte Abschluss für die Dreimeterbretter. Ob „Hände in der Luft“, „ich möchte jetzt Konfetti werfen“ oder „wo ist die Nebel- und Pyroshow“: Während der Show wird der Besucher durch viele Gefühle getrieben und geht am Ende mit ganz viel Liebe und Wärme im Herzen nach Hause.

Dare Deep im Web und auf Facebook.

Dein Konzert-Date:
Sonntag, 17. Juli um 20:00 Uhr // Dreimeterbretter

 

Das Lumpenpack („Klampfe und Tanz“ aus Deutschland)

Zwei Jungs, eine Gitarre. Das ist original. Das ist echt. Aber das ist auch Pubertät und Midlife-Crisis. Das Lumpenpack ist keine Band, bei der man den Text außeracht lässt. Hier ist der Text das Hauptmenü und die Gitarre bringt die Beine in Schwung. Wer mal wieder über seine Kollegen, sich selber oder die Guacamole-Snobs lachen will, sollte sich die Band und den Termin definitv mehr als rot im Kalender anstreichen. Denn das wird gut. Das wird sogar sehr gut. Außerdem soll es zwischen den Songs Tiergedichte geben. TIERGEDICHTE!!!!

Den Guacamole-Hit vom Lumpenpacken gibt es auf YouTube.

Das Lumpenpack im Web und auf Facebook.

Dein Konzert-Date:
Samstag, 16. Juli um 20:00 Uhr // Flut

 

L’aupaire (Electro-Pop aus Deutschland/Ungarn)

Das Uhrzeit und Band harmoniert, beweist die Breminale mit L’aupaire am Donnerstag um 18:30 Uhr. Robert Laupert, wie er bürgerlich heißt, hat dieses Jahr mit seinem Debütalbum „Flowers“ die Musikwelt erobert. Als „Multiinstrumentalist“ vereint er Pop mit frechen elektronischen Klängen und seiner butterweichen Stimme. Die Musik ist einfach aber raumfüllend. So wie Pop sein muss. Nur das es es nicht der klassische Bravo-Poster-Pop ist, sondern erwachsen und mit Stil. Mit „Flowers“ und „River“ sind nur zwei von insgesamt 12 Tracks zu nennen, die einem die Sonnenmilch auf der Stirn in Sekunden trocknen.

L’aupaire im Web und auf Facebook.

Dein Konzert-Date:
Donnerstag, 14. Juli um 18:30 Uhr // Deichgraf

 

MÖWE (Deep House und Indie Dance aus Österreich)

Mel und Clemens kommen aus Wien. Sie sind Live Act DJs. Und sie gehen einen ähnlichen Weg wie Robin Schulz oder Felix Jaehn. Über das Musikportal „Soundcloud“ haben sie angefangen ihre Remixe und Live-Sets zu teilen und bekamen mehr und mehr Aufmerksamkeit. Jetzt sind sie mit ihren Koffern in Bremen gelandet und werden die Feierwütigen unter euch, die in das richtige Zelt gehen, auf eine Tanzreise mitnehmen, die ihr selbst in Pattaya nicht erleben werdet. Als Duett, mit Schlagzeug, als DJs am Mischpult oder mit Mel als Live-Sängerin. Wummernde, brechende und tiefdröhnende Bässe, treibende Beats, melancholische Gitarren-Samples und viel Klangspielerei. Boom. Bäm. Fertig. MÖWE!

MÖWE auf Facebook.

Dein Konzert-Date:
Freitag, 15. Juli um 21:30 Uhr // Deichgraf

 

Sorgenkind (Rap aus Deutschland)

„10 Jahre schon am Start und du willst es mir als Geheimtipp verkaufen?!“ Ja, richtig. 10 Jahre ist Sorgenkind schon am Beats basteln. Und das Sorgenkind kennt sich auch aus in Bremen und auf der Breminale. Denn Niko Haug ist Bremer. Sorgenkind macht Rap, aber eigentlich ist das schon wieder viel zu einfach. Er kombiniert Rap und Gesang – collaboration wie der Szenekenner hier sagen würde. Seine Musik ist bunt wie Bremen und die Menschen, die hier leben. Das beweist vor allem seine letzte EP „Sommerloch“: Links-Rechts-Tanzschritt-Beats, Kopfnicker, Hands-Up oder der klassische „Einkaufswagen-Dance-Move“, beim Sorgenkind ist all das möglich. Wer es nicht glaubt, muss sich selbst davon überzeugen.

Sorgenkind im Web und auf Facebook.

Dein Konzert-Date:
Samstag, 16. Juli um 19:00 Uhr //Deichgraf

 

Das gesamte Programm der Breminale in Farbe und bunt als PDF gibt es hier

Foto Breminale: ©Jonas Ginter