Lässt es sich in einem alten Bunker leben? Oh ja! Hanke Homburg und seine Familie beweisen es mit ihrem speziellen und besonders schönen Zuhause in einem alten Bunker in Bremen Walle. Viel Beton wurde „gesägt“, neue Räume entstanden und auf dem Dach kam ein helles Atelier und eine grosse Dachterrasse hinzu … aber kommt doch herein und seht selbst:

 

Wer wohnt hier?

Hanke Homburg und Familie

Warum und wie lange wohnt Ihr in genau dieser Wohnung/diesem Viertel?

Meine Frau ist Architektin und wollte immer eine Wohnung über den Dächern haben und ich habe immer von einer Fabriketage geträumt. Beides ist nicht einfach zu finden, in zentraler Lage schon gar nicht. Nun ist es ein Bunker geworden. Seit einem Jahr ist der Umbau abgeschlossen und wir fühlen uns sehr wohl in unserem lichtdurchfluteten Haus mit 1,10 m dicken Wänden (Etwas Vorher-Nachher ist hier zu sehen: https://www.facebook.com/Bunkerleben/).
In Walle sind wir ebenfalls gut angekommen. Der Stadtteil ist sehr lebendig und nicht spannungsfrei: Menschen, Meinungen, Nationen, alt trifft neu, … eben keine Monokultur, das gefällt uns.

Beschreibt Euren Stil!

individuell, schnörkellos, viel Selbstgebautes

Was macht Ihr am liebsten in Euer Wohnung?

weiterbauen, malen, Aussicht genießen

Was ist Euer liebstes Möbelstück und warum?

Es ist weniger ein Möbelstück als ein Platz. Alle unsere ein Meter breiten Fensterbänke sind beheizt: das ist sehr, sehr gemütlich.

Was mögt Ihr an Bremen?

Nicht zu groß, nicht zu klein, kurze Wege, viel Grün. Tendenziell unkompliziert, aufgeschlossen und hilfsbereit, im Detail mit überraschenden Potentialen (im Allgemeinen leider etwas zu harmlos).

Was soll sich in Bremen ändern?

Nicht ganz so hanseatisch zurückhaltend sein. Mehr Mut zum eigenen Stil. Keine Angst vor Veränderung. Statt sich gegenseitig auszubremsen, miteinander reden und mehr gemeinsame Sache(n) machen. Transparenz ist immer gut. Das gilt im Großen wie im Kleinen und natürlich nicht nur für Bremen.

Eure Lieblingsplätze in Bremen?

Unsere Parzelle an der Weser, die Weser rauf und runter, das Viertel – die Viertel, die Häfen, Knoops Park – Knoops Park? Es gibt an der Lesum einen Abhang bei dem die Schlittenabfahrt fast eine Minute dauert. Start: Jünglingshöhe – Ziel: Stille Bucht – für Bremer Verhältnisse sensationell. Auch im Sommer sehr zu empfehlen.

Top 5 Restaurants, Bars & Cafes in Bremen?

Es gibt natürlich weit mehr als fünf gute Locations, die mit Liebe geführt werden. Unsere Auswahlkriterien für »Bremer Buden«: Gut, gleich um die Ecke, selbst gebaut oder einfach sympathisch: Café Engel, Bar Rodrigues, das Lox, die Feuerwache, die Osteria, …

Wenn nicht Bremen, wo würdet Ihr gerne leben?

… wir fahren gerne in andere Städte, um uns dann wieder auf Bremen zu freuen.

Was zeigt Ihr Besuchern in unserer Stadt?

Das kommt natürlich auf die Besucher an. Es gibt viele schöne und interessante Ecken, aber auch Orte, die krass sind. Ein paar der schönen Seiten: »Die gute Stube« rund um den Roland, ein langer Spaziergang an der Weser und durch die Wallanlagen, das Viertel, die Überseestadt. Eine Radtour durch das Blockland.
Eine krasse Seite: Der Bunker Valentin (Das ein Bunker der nicht zum Schutz gebaut wurde, sondern um Menschen zu vernichten. So oder so). Ein Ort wo jede/r hingehen sollte, um darüber nachzudenken, wohin das führen kann, wenn aus fremdenfeindlichen Parolen Taten werden.

Ihr meint: Bremen ist …

unser Zuhause.