Phil Porter ist Künstler, Gentleman, Fotograf und vor allem ein Mann mit Stil. Er inszeniert sich und sein Wohn-/Studio immer wieder neu und entwickelt dabei seinen ganz persönlichen Stil weiter. Seit einigen Monaten wohnt und arbeitet Phil in seiner „Basilika“ im Bremer Viertel – ein Ort voll kleiner Geschichten in Form von Bildern, kleinen Stilleben, Blumen, Kerzen, Licht in verschiedenen Farben … und immer einem guten Gin & Tonic für Besucher. Kommt und schaut Euch in der Welt von Phil Porter um:

 

 

Wer wohnt hier?

Phil Porter und jeder, der den Alltag hinter sich lassen möchte.

Warum und wie lange wohnst Du in genau dieser Wohnung / diesem Stadtteil?

Seit September liebe und erlebe ich das Viertel. Ein Ort der Zusammgenhörigkeit, der Offenheit, Ehrlichkeit und ein Raum für Entwicklung, Entfaltung und Entsagung von Stagnation und Eintönigkeit – Eben ein Leben im Zeichen der Vielfalt.

Beschreib Deinen Stil!

Wenn ich zugeben würde Stil zu haben, hätte ich schon keinen mehr. Grandiose Gäste sprachen einst von Industriecharme und Rohheit, von englischer Raffinesse gepaart mit dem Charme der Industrialisierung.

Was machst Du am liebsten in Deiner Wohnung?

Als Fotograf in Bremen fotografiere ich in erster Linie natürlich im heimischen Atelier – doch es passiert eine ganze Menge mehr: Hier fertige ich Requisiten an, male Hintergründe, treffe mich mit Freunden auf einen Glas respektablen Gin, lausche den verruchten Stimmen von Melody Gardot, Tom Waits und Jon Cleary, lasse fantastische Tage mit grandiosen Nächten ausklingen und erlebe alle Facetten des Lebens: Kurzum: Dieser Ort ist mehr als meine Wohnung, mein Atelier und mein Lebensraum: Er ist der Zugang zu meinem Herzen, zu meinem Hirn und meiner Seele.

Was ist Dein liebstes Möbelstück, und warum?

Selbstverständlich mein Bett! Alles für mich relevante spielt sich hier ab: Gedanken werden zu Ideen, Nächte zum Tag und Träume zur Wirklichkeit. Körperlich und geistig ist das Bett Zentrum meines Lebens!

Was magst Du an Bremen?

Bremen – Rom des Nordens! Eine Altstadt wie von Romantikern fantasiert, obszöne Jazz-Bars, geheimnisvolle Augen wohin man sieht… Stöckelschuhe, die über Pflasterscheine schweben wie der Mantel der das Beinkleid umspielt – Bremen ist eine Inspiration und charakterstarke Schönheit – man muss nur wissen, wo… Nur leider machen sich die Wenigsten auf die Suche nach Schönheit und Ästhetik im Alltäglichen. Doch wer sich einmal auf die Suche begeben hat, will die Finesse der Hanse nicht mehr missen.

Was soll sich in Bremen ändern?

Alles – Täglich! Wenn wir etwas nicht mehr ändern, hat es den Zenit bereits überschritten. Der stetigte Wandel und neue Erfahrungen sind etwas beflügelndes und wunderbares. In Deutschland ist man viel zu vorsichtig wenn es um Inkonsequenz und kurvenreiche Achterbahnfahrten geht. Aber hey: Machen die nicht am meisten Spaß?!

Deine Lieblingsplätze in Bremen?

Natürlich das Viertel! Ein herrlich eigenständiges Bio- und Ökotop mit natürlichem Schwung und Effet. Wer mehr sehen möchte als Bremen allein muss diesem Paradies und Freiraum in jedem Fall einen Besuch abstatten. Hier erwartet einem keine goldene Schatzkammer sondern ein raffinierter Tempel voller Aufgaben und Geheimnissen.

Top 5 Restaurants, Cafés und Bars in Bremen?

Bobby Lane in Schwachhausen
Wenn Fräulein Tatjana ihre Gaumenfreuden galant serviert schmilzt ein jeder Gentleman dahin. Wer in Bremen echte Cocktail-Kunst und Liebe zum perfekten Drink zelebrieren möchte nehme sich Muße und Zeit eine Nacht in diesem bezaubernden Etablissement zu verbringen. Außerdem gibt es jeden Donnerstag wunderbare Live-Jazz-Sessions mit sehr talentierten Musikern.

Don Carlos im Viertel
Tapas! Ich liebe Tapas! Spanische Grandezza direkt im Viertel… Datteln im Speckmantel, Paprikaschoten mit Salz. Vielleicht sollte man vor dem Bobby Lane ins Don Carlos, um gehörig der Völlerei zu erliegen.

Atrium im Viertel
Es lohnt sich immer, sein Geld seinen Gelüsten zu überlassen – Gaumenfreuden finden sich hier in Hülle und Fülle: Von der spanischen Wurst bis zum französischen Gebäck gibt es alles, was Gaumen und Sinne erregt. Besonders zu empfehlen: Baisers, Eclaires und Macaraons. Natürlich gibt es auch eine hervorragende Wurst- und Käsetheke!

Schröters Chocolaterie im Schnoor
Im Sommer gibt es hier hausgemachtes Eis, im Winter eine echte heiße Schokolade. Das ganze Jahr über gibt es hinreißende Pralinen, leckere Macarons und alles, was das Leben süßer macht!

ChinChilla im Viertel
Die ideale Bar für den Feierabend und ein guter Start in eine skandalöse Nacht im Viertel. An der Bar werden schmackhafte Cocktailvariationen serviert – vor allem ist es allerdings die persönliche Atmosphäre für ein gutes Gespräch auch in größerer Runde.

Wenn nicht Bremen, wo würdest Du gerne leben?

Spanien! Eindeutig!

Was zeigst Du Besuchern in unserer Stadt?

Keine Orte machen Bremen zu einem Fest für die Sinne, sondern das wie: Im bester Garderobe schlendern wir schwadronierend vom Steintor bis in die Überseestadt und genießen das Leben!

Du meinst: Bremen ist…

…. ein zu eintöniger Begriff für eine so facettenreiche Stadt!

Erfahrt mehr über die Arbeit von Phil als Fotograf und Hochzeitfotograf in Bremen: http://www.phil-porter.de

 

BremerBudenLogo

In unserer Rubrik „Bremer Buden“  gibt es Fotoreportagen, die zeigen, wie Bremen wohnt und einrichtet. Ihr seid nicht neugierig, wie es hinter verschlossenen Haustüren so aussieht? Wir schon – und Christian Burmester auch. Er macht sich als neues Redaktionsmitglied regelmäßig auf die Pirsch nach inspirierenden, überraschenden, stilvollen und ungewöhnlichen Stätten, in denen Bremerinnen und Bremer ihren Alltag zelebrieren, arbeiten und leben. Ihr wollt auch mal Eure Bude zeigen? Dann schreibt uns gern – vielleicht seid auch ihr dann bald dabei.