Gastbeitrag vom Bremer Taxiblogger

Kurz vor 20 Uhr an einem Dienstag, ich erhalte einen Funkauftrag zum Park Hotel im Bürgerpark. Im Fahrauftrag steht drin: „Fahrer muss englisch sprechen.“ Für mich ist das kein Problem und wenige Minuten später komme ich am Hotel an. Mein Fahrgast, ein Mann im Anzug, erwartet mich schon und steigt ein. Auf englisch fragt er mich:

„Guten Abend, ich möchte bitte etwas Typisches aus dieser Region essen. Was können Sie empfehlen?“
Ich muss schmunzeln und antworte:“ Oje, ich weiß nicht ob das was für Sie wäre…“ und dann versuche ich auf englisch zu erklären, was es mit „Bremer Kluten“ oder „Labskaus“ auf sich hat. Zwar sind meine Englischkenntnisse recht gut, aber wohl nicht ausreichend gut, wenn es um kulinarische Fachbegriffe geht.

Nach kurzer Zeit ist mein Fahrgast von meiner Erklärung ganz und gar nicht angetan und fragt mich leicht entsetzt: „Was soll ich damit? Ich dachte, Ihr Deutschen esst doch Wurst?“

Ich lache und antworte: „Nicht wirklich, Wurst ist recht beliebt, aber woher kommen Sie? Aus den USA?“ Er nickt und ich sage weiter: „…sehen sie und nicht jeder in den USA isst Burger, oder? Ist dasselbe wie hier mit der Wurst…“

Er schmunzelt und antwortet: „Ja, da ist wohl was dran. Aber das was sie da eben erzählt haben, hört sich einfach nur widerlich an. Bringen Sie mich irgendwo hin, wo man dieses typische deutsche Essen bekommt, von dem man so viel hört…und es soll typisch deutsch sein, mit dem ganzen Bier und den komischen Kostümen!“

Typisches deutsches Essen mit Kostümen und Bier? Da fiel mir nur noch das Paulaners an der Schlachte ein…