Was vor zehn Jahren als Sommerloch-Event entstand, hat sich mittlerweile zu einer Kult-Veranstaltung in Bremen etabliert. Mit den Jahren wurden die Locations größer, am Mittwoch, den 11. November findet sie ab 19:30 Uhr zum ersten Mal im „Modernes“ statt: Die Große Musikvideoshow, moderiert vom ebenso kultigen Duo Charles und Erika, organisiert von Stevie Schulze.

13 Beiträge wurden von einer Jury ausgewählt – Prämisse bei der Wahl war die Zugehörigkeit von Band oder Filmemacher zu Bremen oder Niedersachsen. Mittlerweile gibt es massenhaft Beiträge, die eingereicht werden, mitunter versuchen auch mal Berliner, sich in Bremen mit ihrer Videokunst reinzumogeln. Keine Chance bei der Jury, die auch in diesem Jahr zusammengesetzt ist aus Menschen, die sich mit Musik und Film auskennen: Christine Heuck von Radio Bremen, André Feldhaus, Filmkomponist, Kai Stührenberg von der WFB (und Hobbymusiker), Filmproduzentin Elke Peters und Modernes-Inhaber Edu Woltersdorff.

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„Zurück zum Rock’n Roll, war so unsere Devise, und das ist mit dem Modernes, das ja früher mal ein Kino war, dieses Jahr voll gegeben“, so Stevie Schulze. Neben 140 Sitzplätzen auf der Tanzfläche wird sich der Rest mit Stehplätzen füllen – eine interaktivere Atmosphäre, zudem mit besten Voraussetzungen, beim Bier Holen nicht etwas von der Show zu verpassen. „In den letzten Jahren ist das Niveau der Beiträge erheblich gestiegen. Schlechte Urlaubsvideos, die mit Musik unterlegt sind, reicht keiner mehr ein“, erzählt Stevie. Die Jury achtet bei der Vorauswahl auf eine gute Mischung, filmisch wie musikalisch sollte schon eine gewisse Bandbreite an Genres abgedeckt sein. Es gibt sogar Bands, die nur für die Musikvideoshow jedes Jahr ein Video produzieren – „nicht unbedingt was zum Geld Verdienen, aber für junge Filmemacher eine super Möglichkeit, filmisch zu experimentieren“, findet Stevie.

Und neben der Möglichkeit, sein eigenes Musikvideo einmal fett auf der Kinoleinwand zu sehen, gibt es tatsächlich auch richtige Preise: Für den Gewinner wartet ein Stipendium der Deutsche Pop Akademie (Wert 4.000 Euro), ein Auftritt auf der nächsten Breminale, Wurstgutscheine vom Scharfrichter und – natürlich – die Goldene Wurst. Wer braucht da schon Grammy, Oscar oder Bambi? „Die Goldene Wurst war eine Idee von Charles und Erika, dazu gibt es einen schönen Youtube-Clip“, erzählt Stevie und fügt hinzu „Nach zehn Jahren werden wir auch nicht mehr als Freakshow-Veranstaltung angesehen. Es gibt deutlich mehr Respekt, auch von anderen Organisationen. Und Bremen profitiert von einer guten wirtschaftlichen Vernetzung“. Wer am Ende zum Sieger gekürt wird, entscheidet allein das Publikum: Zwei Stimmen dürfen abgegeben werden, die Siegerehrung findet am Ende der Show statt.

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Glücklicher 2. Gewinner 2014: Grillmaster Flash

Eins sei noch verraten: Ganz neu in diesem Jahr ist, dass es für die Gäste total viele Überraschungen gibt, und laut Stevie, „Hammer-Geschenke“. Und die haben wirklich nichts mit Wurst zu tun…

Wer noch keine Karte hat, bekommt sie für 7,- Euro hier: GoBäng, Karton, Titus, Modernes, Scharfrichter oder online bei der Großen Musikvideoshow.